Okkervil River

Für den Kracher des Monats sind eindeutig Okkervil River (Indie-Folk-Irgendwas aus Texas) verantwortlich, die mit “Our Life is Not a Movie or Maybe” einen echten Hit, ja man könnte auch sagen, ein akustisches Feuerwerk der guten Laune, fabriziert haben.

[Dank an Frau W. aus B.!]

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Covers zum Selberbasteln

national_geographic

Eine Werbemaßnahme, die zur Abwechslung mal wirklich Spaß macht ist der Cover-Generator MagMyPic.com.

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γραφήσομαι

Jaaa liebe Althistoriker, ihr könnt nicht nur Latein, sondern auch Altgriechisch. Das finde ich ganz wunderbar! Wirklich. Sicherlich habt ihr ganz schön die Stirn runzeln müssen, bis ihr soweit ward, Cicero und Herodot rückwärts übersetzen zu können. Lasst es eure Umwelt ruhig wissen, dass ihr zwei Sprachen sprecht, die zwar keine Sau mehr benutzt, die aber irre cool kommen gegenüber anderen Leuten – besonders denen, die sie nicht beherrschen. Haut ruhig mal ein Zitat von Platon im Original raus, wenn ihr euch bei der Supermarkt-Aushilfe über den abgelaufenen Schmierkäse beschweren wollt. Aber mal ehrlich jetzt: Wer soll denn diesen Text über die alten Spartaner verstehen, wenn da nicht übersetzte Original-Zitate reingewurschtelt werden?

sparta

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XnView

xnviewXnView ist ein nützliches kleines und frei erhältliches Programm zur Bearbeitung und Verwaltung von Grafikdateien. Mehr als 400 Dateiformate werden unterstützt. Datei- und Bildbrowser, Diashow und Thumbnail-Generator gehören zu den Funktionen. Die wichtigsten Tools zur schnellen und einfachen Bearbeitung von Fotos sind auch vorhanden. Ganz fantastisch funktioniert unter anderem der Anti-Rote-Augen-Effekt. Der eigentliche Knüller ist aber die Möglichkeit, Grafiken in alle gängigen Formate zu konvertieren. Ausgesprochen praktisch ist zum Beispiel das Erstellen einer pdf-Datei aus verschiedenen einzelnen Bildern. Auf der Suche nach genau dieser Funktion bin ich überhaupt erst auf das Programm gestoßen, dass zwar nicht das Rad neu erfindet, aber ein sehr nützlicher Helfer sein kann.

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envy

© envy. photo by yoshiharu otaSo liebe Leserschaft, mein Award für das beste Rockkonzert des Jahres 2007 wird hiermit bereits vorzeitig vergeben. Gewinner sind die wunderbaren envy. Die Hardcore-Band aus Tokio gab gestern seit vielen Jahren wieder mal eine Vorstellung in Deutschland. Schöner Weise sind sie dazu in Gießen gelandet. Die Menge (ca. 250 Zuschauer) im MuK hat ausgesprochen eifrig in die Hände geklatscht. Und das völlig zu recht. Denn keiner kann nun mal so schön auf japanisch schreien wie Tetsuya Fukagawa. Energisch sägt er sich durch die atmosphärischen Gitarren, die sich wie akustische Plüschteppische über die übersichtlichen Beats kuscheln. Zwar bewegen sich envy musikalisch in recht eng abgesteckten Grenzen. Aber live reißen sie einen mit ihrer hochemotionalen Performance völlig vom Hocker. Dazu trägt auch der bandeigene Mischer bei, der einen rundherum sahnigen Sound gezaubert hat. Applaus, Applaus, Applaus…

[Photo by yoshiharu ota – © envy]

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Personifizierter Spam – Analog Plugin wanted!

Spam kennt viele Kanäle: Email, Kommentarfunktion, Post, Telefon usw. Während sich die ersten beiden Kanäle inzwischen ganz gut filtern lassen, ist das bei den letzten beiden schon schwieriger. Eine ganz eigene Problemkategorie füllen die Klinkenputzer, die quasi als personifizierter Spam daherkommen. Gestern klingelte beispielsweise wieder mal ein Mädel, vielleicht 17 oder 18 Jahre alt, und wollte mir was von Arcor-Angeboten erzählen. Da sie mir – wie ihr Kollege, der mich einst schon beehrt hat – zuerst die lustige Frage stellte, ob ich denn einen Telefonanschluss besitze, weiß ich, dass die Drückerkolonne von Arcor einen einheitlichen “Verträge andrehen leicht gemacht”-Einführungskurs verabreicht bekommt. Bei der Umsetzung der Verkaufsstrategie hapert es allerdings. Die junge Dame machte den Eindruck, als ob sie die Schule schwänzt und sich von der Provision eine Stange Kippen und zwei Flaschen Wodka kaufen will. Das schreckt natürlich ab. Ähnlich wie der Email-Betreff “Rolex special offer”. Aber wie das nun mal auch bei Spam-Mails der Fall ist: Irgendjemand klickt immer auf den Link und lässt sich was andrehen. Man muss es nur oft genug versuchen. Sicher klingelte sich auch das Mädel unbeirrt weiter nach oben in den 5. Stock, um dann von Oma F. empfangen zu werden, die froh war endlich jemanden mit Plätzchen und Kakao versorgen zu können. Wahrscheinlich hat sie aus Dankbarkeit für die Gesellschaft eine 16.000er DSL-Flat bestellt hat, obwohl sie schon mit ihrer neuen Fernbedienung überfordert ist…
Eine bahnbrechende Idee für einen Spam-Filter an der Wohnungstür ist mir leider noch nicht gekommen. Wahrscheinlich müsste man da mit Blacklists arbeiten. Ließe sich allerdings das in diesem Blog genutzte Mathe-Plugin aus der Kommentarfunktion an der Türklingel installieren, hätte ich die Spam-Tussi von gestern sicherlich schon ins Trudeln bringen können. ;-)

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Persepolis

Persepolis Es ist schon ein paar Jahre her, da schrieb Marjane Satrapi zwei großartige Comic-Bücher über ihre Kindheit und Jugend im Iran während der islamischen Revolution. Die Zeichnungen sind schlicht und in schwarz-weiß gehalten; der Plot ist jedoch alles andere als farblos, sondern erzählt einen spannenden Teil der iranischen Geschichte durch die Brille der Autorin, die im Spannungsfeld zwischen den Platten von Iron Maiden und der Tyrannei der Religionswächter aufwuchs. Persepolis wurde nun als Zeichentrickfilm animiert und kommt heute in die Kinos. Dem Trailer nach zu urteilen hat man sich eng an das Buch gehalten. Der bereits preisgekrönte Film kann daher nur ein Knaller sein.

[Hier sollte nun eigentlich der Trailer als eingebautes Youtube-Filmchen folgen. Nur leider verschiebt sich daraufhin die komplette Seite. Daher gibts nun erstmal nur den link. Vielleicht kann mir jemand verraten, wie ich die “embed”-Funktion nutzen kann, ohne einen Layout-GAU zu verursachen…?
update: Ah ja, mit “<div>” und so geht das also!
]

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“Schön die Manschette durchgewichst”

bremstrommel

Da ich weiß, wie groß das Interesse ist, die Bremstrommel meines Automobils endlich mal von Innen zu sehen, hier nun also ein Foto. Schätzungen, wahlweise zum Baujahr des Autos oder dem von mir erbrachten Aufwand für Wartungsarbeiten können in den Kommentaren abgegeben werden. Ich bitte jedoch auf Beiträge wie “in dein Auto bin ich das letzte Mal eingestiegen”, zu verzichten. Das wäre nämlich völlig übertrieben. Mal ehrlich… Okay, ja, das da im oberen rechten Bildbereich ist Rost. Der hält aber in dem Ausmaß höchstens von einer schnellen Raddemontage ab. Gut, die Bremsbeläge sind als “qualitativ fragwürdig” einzustufen. Sicherheitsrisiko? Nein. Schließlich werden die ja jetzt erneuert. Außerdem gibts vorne noch zwei Paar astreine Scheibenbremsen, meine Lieben (safety first). Oben links übrigens, das was aussieht wie ein kaputter, verdreckter Bremszylinder, ist tatsächlich einer. Der Kommentar meines Haus- und Hofmechanikers lautete: “Da hat’s dir vom Zylinder schön die Manschette durchgewichst”. Da die Manschette also nun endgültig “durchgewichst” ist, werden Kosten und Mühen zwar verflucht aber dennoch erbracht, um einen blitzeblankpolierten, nagelneuen Bremszylinder zu installieren. Dann klappts auch wieder mit der Verzögerung. Beim zu erwartenden Bremsfeeling bekomme ich jedenfalls jetzt schon feuchte Hände.

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‘falls vorhanden’

 Boah ist das 90er Jahre… =)
formular

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‘Spaßich’

“Nur dem Ego, das sich bereitwillig vergisst, kommt der maximale Spass zu.”

(Siggi Becker)

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Colourful Grey – Der letzte Akt

‘All good must come to an end’ gaben Colourful Grey schon im Mai bekannt als sie überraschend das Ende der Band verkündeten. Hier und da habe ich bereits meine große Begeisterung für das Frankfurter Quintett zum Ausdruck gebracht und bedauere daher umso mehr deren Auflösung. Jedoch: It ain’t over ’til it’s over. CG verabschieden sich nicht mit einem finalen Newsletter, sondern hauen am 30. November im Frankfurter Sinkkasten ein letztes Mal richtig auf die Kacke. Noch dazu haben sie in den letzten Monaten das Kunststück vollbringen können, ein komplettes neues Album aufzunehmen (!), dass zum Abschlusskonzert erscheinen wird (und im Ticketpreis – 8 € – inklusive ist) – als musikalischer Abschiedsgruß quasi. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen möchte kann sich drei der neuen Songs auf MySpace anhören. Echte Schmankerl, wie ich finde…

 

Colourful Grey - banner

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Was mal gesagt werden muss. Heute: Der unfähige Fachdidaktiker

Ein Professor der Fachdidaktik, der einen einstündigen Vortrag vom Blatt abliest, dabei seine Zuhörer mit Schachtelsätzen, Fremdwörtern und Inhalten erschlägt, Powerpoint nicht bedienen kann und noch dazu so viel Enthusiasmus wie eine Straßenlaterne verbreitet, der hat nicht nur keine Ahnung von seinem Fach, sondern gehört ausgepfiffen!

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Schatten aus Beton

Terminus heißt ein achtminütiger Kurzfilm von Trevor Cawood. Gezeigt wird die Flucht eines Mannes vor seinem steinernen Begleiter, der vom Zweifel in die Verzweiflung abrutscht. Ein Sahnestück der Kurzfilmkunst, ästhetisch wie inhaltlich, mit viel Raum zum Grübeln.
Ich empfehle ausdrücklich die oben verlinkte Quicktime-Version (210 MB). Wem das zu lange dauert, der wird freilich auch bei Youtube fündig.

terminus

[via Spreeblick]

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Uni Marburg muss Studiengebühren zurückzahlen [Korrektur!]

Während man sich inzwischen sein BWL-Studium bei tchibo kaufen kann, verbuchen hessische Studiengebührengegner einen weiteren wichtigen Erfolg gegen die Kommerzialisierung von Bildung: Das Verwaltungsgericht Gießen hat die Uni Marburg verpflichtet, die bisher einkassierten Studiengebühren einer klagenden Studentin die von ihr bereits gezahlten Gebühren zurückzuerstatten. Wie schon zuvor lautet die Begründung, dass das hessische Studienbeitragsgesetz nicht verfassungsgemäß ist. Warum die Rückzahlung nur für die Uni Marburg gilt, bleibt mir bisher jedoch schleierhaft.

[via hr-online]

[Anm.: Pardon für die Fehlinformation! Habe die Pressemeldung falsch interpretiert. Es bekommt also nur die Klägerin die bereits gezahlten Gebühren zurückerstattet!]

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Der Trubel um Stauffenberg – Die verzweifelte Verehrung eines Nazis

Am 15. November jährt sich der Geburtstag von Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum ein hundertsten Mal. Für viele ist das Grund genug, um den Grafen für sein berühmtes Attentat vom 20. Juli 1944 einmal mehr hoch leben zu lassen – als “Heiliger unter Hakenkreuz”, wie der SpOn-Artikel von Peter Steinbach gestern in reißerischer Manier schrieb. Bei dieser Überschrift muss es bereits jedem auch nur annähernd NS-kritischen Leser schlecht werden. Zwar scheinen dieser Titel wie auch der schwer verdauliche Untertitel (“Heute gilt er als Held, als aufrechter Demokrat, als Lichtgestalt während der Nazi-Zeit”) eher als provokante Leseaufforderung zu dienen; doch auch was Steinbach anschließend so schreibt ist einigermaßen fragwürdig. Nachdem geschildert wird, wie unterschiedlich man Stauffenberg im Osten und Westen der Nachkriegszeit etikettiert, kommt so mancher Knaller, der den Würgereiz der Titellektüre erneut aufkommen lässt:

Dass die Bundeswehr Stauffenberg seit den Mitfünfziger Jahren [in ihr] Traditionsverständnis aufgenommen hatte, war verständlich – künftig sollten deutsche Streitkräfte nicht mehr durch die Pflicht zum unbedingten Gehorsam charakterisiert werden können.

So so, Stauffenberg als Vorbild für den kritischen Bundeswehrsoldaten. Wenn man den Grafen auf das Attentat beschränkt mag das noch nachvollziehbar sein. Die bis dahin gelebte uneingeschränkte Führertreue und begeisterte Teilnahme am Vernichtungsfeldzug scheint mir allerdings gar nicht so kritisch. Er nahm am Polen- und Frankreichfeldzug selbst teil und empfand vor allem den Sieg gegen die Franzosen mit großer Genugtuung. Aus Polen schrieb der Graf 1939 übrigens an seine Frau Nina: “Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun.” (Das Parlament)

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