Night on Earth
Fast alle “Komödien”, die mir bisher in Kinos und Videotheken begegnet sind, stehen auf meinem persönlichen Index. Inzwischen mache ich um alles, was angeblich “total witzig” ist, erstmal einen großen Bogen. Zu oft musste ich Qualen leiden bei so unterirdischen Streifen wie “Der Wixxer”, “Die Wutprobe” oder “American Pie”, wo eher weinen als lachen angesagt ist.
Umso schöner ist es, wenn man dann mal seltene Perlen wie “Night on Earth” (1991, von Jim Jarmusch) findet. Genau genommen ist Night on Earth keine reine Komödie, sondern hat auch durchaus ernste, eher nachdenkliche Szenen. Gerade dieser Kontrast trägt allerdings auch zur besonderen Würze des Films bei. In dem Episodenfilm werden fünf Geschichten aus fünf verschiedenen Städten (Los Angeles, New York, Paris, Rom, Helsinki) erzählt, die alle in Taxis und alle in einer Nacht spielen. Auf die Synchronisation der Sprache hat man bewusst verzichtet und arbeitet stattdessen mit Untertiteln – was der Atmosphäre sehr dienlich ist. Das Konzept und die Plots sind wortwörlich ganz großes Kino. Besonders brillant ist aber die schauspielerische Leistung. Vor allem Roberto Benigni und Giancarlo Esposito gemeinsam mit Armin Müller-Stahl verleihen dem Film einen großartigen, authentischen Humor, der nicht darauf angelegt ist, Pointen mutwillig an den Haaren herbeizuziehen (s.o.), sondern der auf der Klasse der Darstellung und der gekonnten Inszenierung kreativer Dialoge beruht. Ein absolutes Must-See!
[Dank an Frau P. aus K.]










