Anstrengend schön – Das neue Album von Autechre: Quaristice

autechre

My dear Mr. Songclub, ganz schön anstrengend, das neue Album von Autechre! Aber warum auch nicht, schließlich machen die beiden Manchesteraner “dasselbe wie immer, nur jetzt“. Was das ist? Nun, manche halten es für “Downbeats, kombiniert mit Ambient-artigen Synthesizer-Melodien/Akkorden”. Andere sprechen von “fraktaler Musik”. Viele finden die Lieder wohl eher rektal. Ich hingegen sage: spektakulär und beschränke mich ansonsten auf die Empfehlung der Myspace-Seite von Autechre (die übrigens als so eine Art Visualisierung des Sounds funktioniert), wo man sich das komplette Album online anhören kann. Vorhang auf für: “Quaristice

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Change, change, change! Und sonst? – Warum der Wahlkampf um das Weiße Haus so frustrierend ist

Obama oder Clinton? Die entscheidende politische Frage dieses Jahres kreist um diese beiden Namen. Egal wer die Vorwahlen der Demokraten nun endgültig gewinnt, die Chancen stehen gut, dass der oder die Sieger/in das Rennen macht, im Kampf um die Besetzung einer der weltweit wichtigsten Schaltzentralen der Macht.

Wie bei jedem US-Präsidentschaftswahlkampf werden gigantische Summen für Werbekampagnen ausgegeben. Der Medienrummel ist enorm. Vor allem enorm ernüchternd. Die Welt sorgt sich um Fragen wie: Welches ist die größere Sensation, eine Frau oder ein Schwarzer im Weißen Haus? Ist Obama überhaupt richtig schwarz? Waren Hillarys Tränen echt vor den Vorwahlen in New Hampshire? Sorgt Obama für frischen Wind oder kommt mit Clinton der alte Muff nach Washington zurück?

“Change” schreien die Kandidaten so laut sie können. Sobald irgendwo ein Mikrofon auftaucht kotzen sie es stoisch der Welt entgegen: Chaaaaaange! Und die Menschen schreien zurück: Hurraaaaa! Alle sind sich einig. Ein Amerika ohne Change, das kommt nicht in Frage. Amerika ist großartig, Gott schütze das Land und seine Menschen, alles muss sich ändern. Wie Aufziehpuppen wiederholen sie die unkaputtbaren Slogans des amerikanischen Wahlkampfs.

Nun darf man sich weder wundern über die Medienberichterstattung, noch über die Auftritte der Kandidaten. Die Wähler wollen charismatische Popstars, keine intelligenten Analytiker. Politik beschränkte sich noch nie auf die Verwaltung von Sachzwängen. Imagekampagnen und Impressionmanagement gehören dazu. Man darf sich also nicht wundern über die Abläufe solcher Wahlkämpfe. Ärgern darf man sich schon. Denn leider vermisst man viel zu viele Antworten auf viel zu viele Fragen.

Im Januar wies bereits Helmut Schmidt auf die fremd verschuldete Unwissenheit hin. In der ZEIT formulierte er zwölf außenpolitische Fragen an die Kandidaten und schrieb: “Liebe Amerikaner, was kann die Welt von euch erwarten?” Man möchte den Artikel glatt übersetzen und in die Vereinigten Staaten schicken: “Bitteee, nun sagt doch schon was!” Stattdessen werden gebetsmühlenartig die alten Mantras gestreut und die Medien berichten über den “verschärften Ton” von Hillary und “die angebliche Fast-Romanze von McCain“.

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Dämmerung am Schiffenberg

schiffenberg

Habe ich gestern Abend geknipst. Ungefähr hier.

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Der Irrsinn und ich…

Ein Comic von Andy Fischli auf Demotapecomix: Klick!

irrsinn
[Danke flo]

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Best of “Gemischtes Doppel”

Das gemischte Doppel erscheint jede Woche im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Heute wird der Leser auf die Wortverwandschaft gewisser Kommunisten und öder Plattenbausiedlungen hingewiesen. Der ein oder andere mag vielleicht auch inhaltliche Parallelen sehen, auf die ich aber an dieser Stelle nicht eingehen werde. Mehr gelungene bebilderte Buchstabendreher sind übrigens zu finden in den Leser-Top-Ten von 2007.

gemischtes doppel

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Efterklang – Märchenmusik aus Kopenhagen

efterklangDie dänische Band Efterklang ist einfach nur… erstaunlich. Ganz sachte kommen sie daher, fast schon vorsichtig. Efterklang schreiben nicht einfach nur schöne Lieder, sie erzählen Geschichten, akustische Märchen. Der Sound ist experimentell, ohne sich an elektronischem Geklingel aufzuhängen. Efterklang hören sich manchmal naiv wie ein Schulorchester an, sind aber alles andere als Amateure. Sie machen musikalische Kunst, so wie es nur wenige schaffen. Sie machen Musik, die sehr emotional und bildhaft, ideenreich und bauchlastig ist. Daher gibts von meiner Seite hiermit eine ganz schwere Hörempfehlung.
[myspace...]

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Online Ausstellung: Bodies of Knowledge

Die Online Ausstellung der British Library zeigt, wie der Körper im Laufe der Geschichte abgebildet wurde. Zu sehen ist eine Auswahl eindrucksvoller Bilder, geordnet in 10 Kategorien, die sich an der Zeit und dem Kulturkreis orientieren. Hier sind neben Da Vincis vitruvianischem Menschen beispielsweise auch Aufnahmen von Röntgen und Ankündigungsplakate von Freak Shows aus dem viktorianischen Zeitalter zu bewundern.

For thousands of years the inner workings of the body have provoked fascination, confusion, amazement and even disgust. This site looks at the way different cultures, at various points in history, have looked at the body, and how these ideas have been translated into pictures.

body pictures

[via boing boing]

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Karin Wolff tritt zurück – Gut so.

Hessens Kultusministerin Karin Wolff hat heute ihren Rücktritt angekündigt (HR). Endlich, könnte man sagen. Denn das was die Ministerin “Reformen” nennt war eine Serien von Pannen und Peinlichkeiten.

Da wäre zu einem das Stichwort G8 zu nennen. G8 hat dabei ausnahmsweise nichts mit dem internationalen Besserverdienerclub zu tun, sondern meint die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre. Nach der Grundschule erwarten jeden Schüler also 8 statt 9 Jahre Schule bis zum Abitur. Dabei kürzt man aber nicht die ohnehin überflüssige Klasse 11 weg, sondern staucht die Sekundarstufe I (Klasse 5 – 10) zusammen. Das führt dazu, dass die Kinder schon ab der 5. und 6. Klasse einem enormen Lerndruck ausgesetzt sind und viel weniger Freizeit haben. Das schafft Frustration und führt dazu, dass wichtige Inhalte und Kompetenzen zu oberflächlich behandelt werden. Ganz abgesehen davon sind die Schulen oft nicht vorbereitet bzw. angemessen ausgestattet, um der neuen Situation gerecht zu werden. (GEW)

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Wenn mal wieder keiner hinschaut…

strommast

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Murcof – Couchiges Elektro-Geknister

Viel Hall, viele Streicher, viel Geknister und Geklacker. Ambient eben. Genau das macht Murcof (Mexico/Kalifornien). Live kommt neben Trommeln noch eine Trompete zum Einsatz, die dem Ganzen eine leicht jazzige Note gibt. Klingt nett. Ansonsten würde ich die Geschichte mal zusammenfassen mit: Chillige Klänge, die nach Couch schreien. Damit gehört Murcof zu den Bands, die man zwar nur nach Sonnenuntergang hören kann, die einen aber dafür sicher durch die Nacht bringen.

murcof

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Mein neues Spielzeug…

ibanez bass

…besteht aus Esche, Ahorn und ordentlich viel Chrom, hat einen monstermäßigen Höllensound und sieht wie ich finde einfach nur großartig aus. Das Gerät ist von Ibanez und heißt ATK-300, wobei ATK für “Attack” steht. Das klingt etwas prollig, darf sich Ibanez in dem Fall aber absolut erlauben. Der Klang ist ziemlich vielseitig, von jazzig-soft bis druckvoll-erdbebenmäßig (ATK!). Der Bass lässt sich angenehm und unkompliziert spielen, ist vernünftig gearbeitet und preislich absolut im Rahmen. Kann ihn also nur weiterempfehlen.
Zum Einsatz kommt diese Schönheit übrigens in einem neuen Musikprojekt, bei dem ich mich zum ersten Mal als Bassist probiere. Der Wechsel von der Gitarre zum Bass verlief bisher aber erwartungsgemäß problemlos. Über die noch namenlose Combo werde ich zu gegebener Zeit mehr berichten. Ich kann aber schon mal sagen, dass dabei vom Basssound her eher die Erdbeben-Variante gefragt sein wird. ;-)

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Blaumachen

Auf Platz 1 meiner Liste der völlig nutzlosen Beschäftigungen, die einen hervorragend vom Arbeiten abhalten, steht seit neuestem: Eine Runde Blue Ball Machine gucken

[via bundeskanzlerkandidatin]

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Gleichgültigkeit statt Gutmenschentum?

Warum im Kampf gegen Armut auch Unicef und Bono gebraucht werden

Es folgt eine Replik auf “Wo bleibt Bono?” (Henrik M. Broder)

Bei Unicef ist einiges schief gelaufen und auch viele andere Entwicklungshilfsorganisationen haben Dreck am Stecken, keine Frage. Spender müssen besser nachvollziehen können, was mit ihrem Geld passiert. Klar ist aber, dass Entwicklungshilfe mit großem Aufwand verbunden ist. Würden alle Entwicklungshelfer ohne Lohn und Aufwandsentschädigung arbeiten, würde das wohl das Ende der Entwicklungshilfe bedeuten. Auch die Mitarbeiter von Unicef und Co. sind keine selbstlosen Altruisten. Das müssen sie auch nicht sein.

Es ist richtig, dass viele NGOs die Aufgaben von “Regierungen” übernehmen, denen die Versorgung der eigenen Bevölkerung ziemlich egal ist. Die eigenen Leute sind den Diktatoren und Warlords aber auch egal, wenn Unicef weg ist. Dann krepieren sie halt. Finanzieren lassen sich die Kriege nicht weil Unicef den Job der Regierungen macht, sondern weil die Kriegstreiber Blutdiamanten, Öl und andere Rohstoffe im Angebot haben bzw. noch mehr davon haben wollen. Die Kriege können geführt werden, nicht weil wir Unicef spenden, sondern weil wir Rohstoffe kaufen und uns dabei scheißegal ist wo das Zeug herkommt und unter welchen Umständen es gefördert wird.

Die Arbeit der NGOs ist wichtig, obwohl einige von ihnen zwielichtige Geschäfte betreiben, obwohl es Korruption gibt, obwohl ihre Mitarbeiter Geld verdienen. Unicef ist nicht Mutter Theresa, aber die Welt ist mit Unicef sicherlich besser dran als ohne Unicef. Und im übrigen bekomme ich zwar auch mittelschwere Kotzkrämpfe, wenn mit Gummibändern und Popkonzerten die Welt gerettet werden soll; trotzdem ist die zumindest saisonale Aufmerksamkeit besser als gar keine. Nur weil Grönemeyer nicht zum Fulltime-Entwicklungshelfer geworden ist kann man ihm, wie ich finde, keinen Vorwurf machen. Auch Bono gefällt sich bestimmt in seiner Heldenrolle. Tatsache ist aber, dass er als weltbekannter Popstar auf das Problem der globalen Armut aufmerksam macht und so die Menschen für das Thema sensibilisieren kann – weil sie ihm zuhören. Es braucht daher mehr Bonos, nicht weniger.

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Thank god it’s wednesday

better music

Zu den festen Festtagen im Jahr gehört definitiv der Aschermittwoch. Keine grölenden Clowns und kotzenden Cowboys mehr, kein Hellau und Alaaf, keine Narrenkappen und keine Funkenmariechen. Vor allem aber keine Faschingsmusik, die wohl größte Zumutung dieses unterirdischen Events…

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