Wehrgerechtigkeit hin oder her: Der Grundwehrdienst ist ebenso unnötig wie undemokratisch
Jeder zweite Wehrpflichtige ist – angeblich – physisch und/oder psychisch nicht in der Lage, den Grundwehrdienst abzuleisten (SpOn). Obwohl Zivilisten wie Soldaten immer fetter werden ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass 50 % aller jungen Männer nicht in der Lage sind, zur Bundeswehr zu gehen; schließlich liegt die Untauglichkeitsrate in Europa ansonsten bei 8 bis 12 % – bei ähnlichen Fettleibigkeitszuständen. Tatsächlich werden entweder weniger Soldaten gebraucht oder kann die Bundeswehr nicht alle Wehrpflichtigen unterbringen. Jedenfalls ist die Wehrgerechtigkeit nicht mehr gegeben. Damit hätten wir ein weiteres schlagendes Argument gegen die Wehrpflicht, die weder nötig noch demokratisch ist.
1. Notwendigkeit: Die Gewährleistung von Wehrfähigkeit, bzw. militärischer Stärke ist im Zuge der Maschinisierung und Automatisierung militärischer Einsätze immer schwächer gekoppelt an die Zahl der Soldaten. Außerdem ist eine groß angelegte Mobilmachung aufgrund eines direkten Angriffes auf Deutschland heutzutage höchst unwahrscheinlich. Und: Eine gut ausgebildete Berufsarmee ist – insbesondere in Zeiten einer wachsenden Zahl “humanitärer Einsätze” – generell sinnvoller als ein Heer von halbgaren Amateursoldaten.
2. Ungerechtigkeit: Der (nicht durch juristische Sanktionen begründete) Zwang zur Arbeit für einen bestimmten Teil der Bevölkerung hat in einem liberal-demokratischen Staat nichts zu suchen – noch dazu wenn es sich um den Dienst an der Waffe handelt, der nur in begründeten Ausnahmefällen durch den Zivildienst ersetzt werden kann. Militärdienstzwang und Demokratie sind unvereinbar.
Deshalb: Wehrdienst abschaffen.







