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	<title>Kommentare zu: Rackern ja, Rechte nein</title>
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		<title>Von: flo</title>
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		<dc:creator>flo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2008 18:07:39 +0000</pubDate>
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		<description>die 50 &quot;besten arbeitgeber deutschlands&quot; wurden aus gerade mal 198 unternehmen ausgesucht...

mich würde mal interessieren wie das erhoben wurde. anscheinend wurden ja die mitarbeiter per fragebogen befragt. ich hab mal was ähnliches gemacht und festgestellt, dass es so gut wie unmöglich ist, ehrliche antworten zu bekommen, wenn auch nur sehr entfernt die möglichkeit besteht, dass die antworten an den arbeitgeber gelangen und so auf den arbeitnehmer zurückfallen können. 

das kann dadurch passieren, dass der arbeitgeber, der sich zur teilnahme entschliesst, auch die bögen an die angestellten verteilt. werden diese im unternehmen gesammelt und zusammen zurückgeschickt, kann man ehrliche antworten vergessen. selbst wenn die mitarbeiter persönlich von einem untersucher interviewt werden, besteht das problem, dass viele befürchten, ausspioniert zu werden, dass z.b. in wirklichkeit die untersuchung im auftrag des arbeitgebers läuft oder dieser zumindest in irgendeiner art und weise feedback vom untersuchenden über angestellte erhält. in anbetracht der zuletzt bekanntgewordenen überwachungen von mitarbeitern ist ein solcher verdacht noch naheliegender als ohnehin - jeder arbeitgeber ist natürlicherweise sehr daran interessiert, feindliche mitarbeiter zu identifizieren. 

im grunde geht es nur, wenn sichergestellt werden kann, dass die mitarbeiter die gelegenheit haben, die fragebögen alleine zu beantworten, diese nicht im unternehmen gesammelt sondern direkt vom arbeitnehmer an das untersuchende unternehmen zurücksgechickt werden oder sie die befragung online von ihrem privatrechner aus durchführen. zudem müssen die teilnehmer genügend vertrauen in die unabhängigkeit und diskretion des untersuchers haben, und die mitarbeiterzahl in dem betriebs muss gross genug ist, um den angestellten das gefühl von anonymität zu vermitteln.

es klingt übertrieben? in der untersuchung die ich mit durchgeführt hatte, waren einige Teilnehmer u.a. besorgt, dass sie lediglich anhand ihrer Handschrift identifiziert werden könnten. dummerweise ist die angst umso grösser, je mehr negatives es zu berichten gibt und je abhängiger die arbeitnehmer von ihrem job sind!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die 50 &#8220;besten arbeitgeber deutschlands&#8221; wurden aus gerade mal 198 unternehmen ausgesucht&#8230;</p>
<p>mich würde mal interessieren wie das erhoben wurde. anscheinend wurden ja die mitarbeiter per fragebogen befragt. ich hab mal was ähnliches gemacht und festgestellt, dass es so gut wie unmöglich ist, ehrliche antworten zu bekommen, wenn auch nur sehr entfernt die möglichkeit besteht, dass die antworten an den arbeitgeber gelangen und so auf den arbeitnehmer zurückfallen können. </p>
<p>das kann dadurch passieren, dass der arbeitgeber, der sich zur teilnahme entschliesst, auch die bögen an die angestellten verteilt. werden diese im unternehmen gesammelt und zusammen zurückgeschickt, kann man ehrliche antworten vergessen. selbst wenn die mitarbeiter persönlich von einem untersucher interviewt werden, besteht das problem, dass viele befürchten, ausspioniert zu werden, dass z.b. in wirklichkeit die untersuchung im auftrag des arbeitgebers läuft oder dieser zumindest in irgendeiner art und weise feedback vom untersuchenden über angestellte erhält. in anbetracht der zuletzt bekanntgewordenen überwachungen von mitarbeitern ist ein solcher verdacht noch naheliegender als ohnehin &#8211; jeder arbeitgeber ist natürlicherweise sehr daran interessiert, feindliche mitarbeiter zu identifizieren. </p>
<p>im grunde geht es nur, wenn sichergestellt werden kann, dass die mitarbeiter die gelegenheit haben, die fragebögen alleine zu beantworten, diese nicht im unternehmen gesammelt sondern direkt vom arbeitnehmer an das untersuchende unternehmen zurücksgechickt werden oder sie die befragung online von ihrem privatrechner aus durchführen. zudem müssen die teilnehmer genügend vertrauen in die unabhängigkeit und diskretion des untersuchers haben, und die mitarbeiterzahl in dem betriebs muss gross genug ist, um den angestellten das gefühl von anonymität zu vermitteln.</p>
<p>es klingt übertrieben? in der untersuchung die ich mit durchgeführt hatte, waren einige Teilnehmer u.a. besorgt, dass sie lediglich anhand ihrer Handschrift identifiziert werden könnten. dummerweise ist die angst umso grösser, je mehr negatives es zu berichten gibt und je abhängiger die arbeitnehmer von ihrem job sind!</p>
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