Fair, respektvoll, generös: Bei Lidl ist eigentlich alles ganz anders
Lidl hat in den letzten Wochen ordentlich einstecken müssen. Völlig zu Unrecht findet das “Lidl-Service-Team” und tritt in den Welt-Dialog, denn: In Wirklichkeit ist alles ganz anders.
Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass bei Lidl braungebrannte Surfer-Boys zusammen mit gut gebauten Blondinen arbeiten, die wahrscheinlich, bevor sie ihre Discounterkarriere gestartet haben, von Heidi Klum aus der Vorrunde der next Topmodels gekickt wurden. Und Leute, die Kassierer bei Lidl gucken nur in die Einkaufswagen, weil hin und wieder “Kunden versehentlich Artikel im Einkaufswagen vergessen”. Die Waren bei Lidl sind außerdem immer erstklassig, denn: “Unsere Produkte werden streng kontrolliert, indem die komplette Produktionskette vom Feld bis in die Ladentheke regelmäßig durch externe Institute überprüft wird.” Fragt nur mal den Günter Wallraff, der weiß wie das läuft mit der Produktkontrolle, vor allem bei den Aufbackbrötchen.
Ganz besonders aber, werte Leserschaft, liegen Lidl die Mitarbeiter am Herzen. Denen geht es so gut, die wollen gar keine Betriebsräte gründen und sich gewerkschaftlich organisieren. Daher stellt das “Lidl-Service-Team” klar:
“Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, indem wir Sie in Ihren Talenten [Hochgeschwindigkeitsabkassieren] und Fähigkeiten [Harndrang unterdrücken, um keine Zeit auf dem Klo zu vergeuden] fördern, einen sicheren Arbeitsplatz anbieten [bis man doch auf die Idee kommt, einen Betriebsrat zu gründen] und darüber hinaus übertariflich bezahlen [Lidl-Angestellte klagen: Wir können die Kohle kaum so schnell ausgeben wie wir sie reinholen!]. Der faire und respektvolle Umgang [Kameras auf dem Klo wird es bei Lidl erstmal nicht geben!] ist nur ein Punkt unter vielen in unseren ‘gelebten’ Grundsätzen zur Führung von Mitarbeitern. [...] das was Lidl ausmacht, sind die Menschen.”
What a wonderful world…







