Die Überfischung der Meere

Hier ein sehr schönes Lehr-Video (das wir Internetvideofachexperten auch visual essay nennen) über die Überfischung der Meere. Das Ganze ist offenbar eine Abschlussarbeit von Hendrick Streckenbach, der den rückläufigen Fischbestand der Weltmeere kurz, knapp und schön bebildert darstellt. Leider hat er keine Quellen angegeben und da ich bisher nur mitgeholfen habe, den Fischbestand zu reduzieren statt mich darüber zu informieren, kann ich nicht sagen wie verlässlich die Informationen sind. Nachlesen kann man dazu im Netz allerdings genug, z.B. beim WWF (die übrigens auch einen Einkaufsratgeber als übersichtliche PDF anbieten).

[via Mister Honk]

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Facebook: Über erschlichene “Likes” und das unerlaubte Sammeln von Nutzerdaten

Die meisten werden das schon einmal erlebt haben: Da klickt man bei Facebook auf einen Link, um sich irgendein interessant wirkendes Video anzuschauen, dass einer der FB-Freunde geliked hat und plötzlich wird der Link inkl. “like” automatisch auf die eigene Pinnwand geklatscht. Wie das technisch funktioniert könnt ihr hier lesen:

Dass das datenschutzrechtlich ein Problem ist, ahnt man schon. Was genau an der Sache stinkt und wie weit das Problem geht, liest man hier. Der Knackpunkt ist folgender:

“Durch die Einbindung des Codes für das Facebook Social Plugin in die eigene Webseite ermöglicht der Webseitenbetreiber Facebook zu erfahren, wann ein Facebook Mitglied seine Webseite besucht. Zudem erhält Facebook Daten über die Interaktion mit dem Plugin. Hierin könnte die Übermittlung von personenbezogenen Daten durch den Webseitenbetreiber an Facebook im Sinne des § 3 Abs. 4 Nr. 3 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) liegen. Diese Übermittlung wäre dann nur zulässig, wenn hierfür eine Erlaubnisnorm existiert oder der Nutzer eingewilligt hat, § 4 Abs. 1 BDSG. Ohne Einwilligung oder Erlaubnisnorm ist eine Übermittlung rechtswidrig und stellt eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 43 (2) Nr. 1 BDSG dar (bußgeldbewehrt bis 300.000 € gemäß § 43 (3) BDSG).” (thomashelbig.com) (siehe auch den Bericht auf Chip.de)

Vor kurzem gab es deswegen die erste Abmahnung. Ich werde jedenfalls erstmal auf FB keine externen Links klicken und das umständliche an- und abmelden wieder einführen.

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Mehrweg

“The video installation ‘crossroads (what to do)’ deals with the influence of others onto one’s own path of life in an abstract way.”

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The Apology Line

Die Apology Line ist eine Telefonnummer, bei der jeder anonym anrufen und sich entschuldigen kann – für was auch immer. James Lee hat aus den interessantesten Anrufen einen zehnminütigen Kurzfilm gemacht, der manchmal erstaunlich ehrlich, dann wieder richtig lustig und im nächsten Moment ziemlich schockierend ist – ein absolutes Must-Watch, gezeigt vor ein paar Tagen auf arte.

[thx flo]

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Der Hudson-Crash als Web 2.0-Ereignis

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Chesley Sullenberger wird auf der ganzen Welt gefeiert, weil er einen voll besetzten Airbus 320 sicher auf dem Hudson River notgewassert hat. Gefeiert wird auch das Web 2.0. Denn die erste Berichterstattung hat nicht CNN oder MSNBC geliefert, sondern Janis Krums, der seine rund 3.000 Follower wenige Minuten nach dem Unfall über Twitter informiert hat. Um 15.26 Uhr hob US Airways 1549 vom New Yorker Flughafen LaGuardia ab. Um 15.31 Uhr setzte die Maschine auf dem Hudson auf und um 15.36 Uhr twitterte @jkrums: “There’s a plane in the Hudson. I’m on the ferry going to pick up the people. Crazy.” Über Twitpic veröffentlichte er gleichzeitig das erste Foto vom Unfallort, das er mit seinem iPhone aufgenommen hat (links).

20 Minuten später war der erste Wikipedia-Artikel online: US Airways Flight 1549. Hier findet sich auch das meines Wissens nach einzige Video (Länge 10 Minuten) von der Notwasserung selbst, aufgenommen von einer Überwachungskamera der Coast Guards.

Natürlich war zu erwarten, dass einmal mehr die Frage durch das Netz geistert, ob denn nun der “Bürgerjournalismus” so richtig in Fahrt komme und ob damit die “Sternstunde für Twitter, den seltsamen Kurznachrichtendienst” schlägt. Zuerst einmal ist Twitter weder seltsam, noch ein Kurznachrichtendienst – auch wenn er z.B. von SpOn dazu benutzt wird. Twittern, das ist Bloggen in klein. Und Bloggen ist weder im Mikro-, noch im Makroformat gleich Journalismus, auch wenn so mancher Blog-Autor die Rolle des Journalisten einzunehmen versucht bzw. einnimmt. Die Möglichkeiten des Webzwonull bieten vielmehr eine Ergänzung zu den klassischen Nachrichtenmedien, die Informationen schneller, ausgewogener und besser machen können.

[via heise]

[update]

Übrigens: Wer sich wie ich gewundert hat, warum das Flugzeug nicht einfach abgesoffen ist nach der Notlandung findet hier die Antwort.

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Was Spammer verdienen

Man fragt sich ja immer was so ein Spammer verdient und wie viele Menschen es wirklich gibt, die sich eine Rolex kaufen, Viagra bestellen oder sich eine Penis-Vergrößerung genehmigen, indem sie auf den entsprechenden Link in einer Spam-Mail klicken. Genau dass haben sich auch ein paar Informatiker an der Berkeley-Uni und der Uni von San Diego gefragt und einige Monate selbst Spammer gespielt. Das Ergebnis ihrer Studie: Man muss 12,5 Millionen Spam-Mails verschicken um einem Kunden etwas zu verkaufen.

“After 26 days, and almost 350 million e-mail messages, only 28 sales resulted,” wrote the researchers.

The response rate for this campaign was less than 0.00001%. This is far below the average of 2.15% reported by legitimate direct mail organisations.

“Taken together, these conversions would have resulted in revenues of $2,731.88—a bit over $100 a day for the measurement period,” said the researchers.

Scaling this up to the full Storm network the researchers estimate that the controllers of the vast system are netting about $7,000 (£4,430) a day or more than $2m (£1.28m) per year. [BBC - Study shows how spammers cash in]

Tja, sonderlich viel ist das nicht. Da ein Spammer jedoch kaum Ausgaben hat, der Aufwand für das milliardenfache Verschicken von Emails ziemlich gering ist und es sie nunmal gibt, die Spam-Pest, scheint sich die Sache zu lohnen. Allerdings würde mich mal interessieren, welche Summen auf der anderen Seite in Spam-Schutz investiert werden. Da wird sicherlich in ganz anderen Maßstäben abgesahnt. Na also wenn das mal nicht nach Verschwörung riecht… ;)

[via Basic Thinking]

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Mit Google Earth durch das antike Rom fliegen

Meine Bitten wurden offenbar erhört! Denn neuerdings werden für Google Earth auch historische Orte rekonstruiert. In Zusammenarbeit mit der Universität von Virginia entstand ein 3D-Nachbau des antiken Rom zur Zeit von Kaiser Konstantin (320 n. Chr.). Mehr als 6.700 Gebäude wurden nachgebildet und einige davon kann man sogar virtuell betreten. Viele Bauwerke sind mit einem Link ausgerüstet, über den kleine Pop-Ups geöffnet werden können, die zusätzliche Informationen enthalten. Ich bin begeistert und hoffe, dass es beim alten Rom nicht bleiben wird. Wie wärs z.B. mit dem klassischen Athen? Oder Köln im Hochmittelalter? Dran bleiben, liebe Programmierer!

[via Schockwellenreiter]

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“Negerpunk”

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Da konvertiert man ahnungslos eine Audiodatei mit Audacity, gibt die ID3-Tags ein, sucht nach dem passenden Genre und stößt plötzlich auf “Negerpunk”. Es gibt tatsächlich eine Musikrichtung, die “Negerpunk” heißt?? Ich meine, das Genre “Terror” (gleich nach “Blues” und “Hardcore”) kannte ich zwar auch noch nicht, hätte aber erstens gleich ein Dutzend Interpreten parat, deren Musik ich so beschreiben würde und finde zweitens den Begriff nicht sonderlich anstößig. Bei “Negerpunk” ist das was anderes. Das hört sich dann doch etwas komisch an. Statt “komisch” sollte man wohl eher “rassistisch” sagen. Die Tatsache, dass last.fm bei der Künstlersuche mit dem entsprechenden Tag “Christina Aguilera” unter den Top 3 anzeigt, trägt nicht wirklich zur Klärung bei. Wikipedia weiß natürlich mehr und verweist auf die Winamp-Programmierer von Nullsoft, die dieses Genre angeblich hinzugefügt haben: “[It] appears to have been added as a joke by the developers.” Na, alles klar liebe Nullsoftis. Eure Plattensammlung möchte ich nicht sehen…

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OpenOffice 3.0

Seit gestern steht die neue 3.0-Version von OpenOffice (in deutscher Sprache) zum Download bereit. Da der OO-Server völlig überlastet ist empfehle ich den Download über CHIP-Online. Ich bin momentan selbst noch mit Runterladen beschäftigt, aber gespannt wie sich die neue Version so macht. Seitdem ich meine Magisterarbeit mit OpenOffice geschrieben habe bin ich ein großer Fan der kostenlosen Microsoft-Alternative. Ziemlich genervt haben nur die langen Ladezeiten: Word lässt sich dreimal schneller öffnen, was für mich ein großer Pluspunkt für MS-Office bzw. Minuspunkt für OO ist. Ich hoffe also, dass sich das mit der neuen Version gebessert hat. Aha! Download ist fertig… =)

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Der Preis ist scheiß – Reich-Ranicki will keinen deutschen Fernsehpreis

Chapeau Herr Reich-Ranicki,

das war eine schöne knackige Standpauke, die sie da vor der versammelten Mannschaft der deutschen Fernsehmacher gehalten haben. Es war einfach wunderbar die bleichen Visagen der Intendanten zu sehen, wie sie kaum fassen können, dass sie vom Godfather of Literaturkritik beim großen Fernsehpreis abgewatscht werden. Für “Blödsinn” hält Reich-Ranicki die Show und blödsinnig sei auch das restliche TV-Programm (bis auf wenige Ausnahme bei Arte). Die Lacher im Publikum beweisen, dass der Eklat voll eingeschlagen hat: Keiner hat mit einem solchen vernichtenden Statement gerechnet, jeder wartete auf die Auflösung der vermeintlichen Theateraufführung, so wie damals beim fingierten Disput zwischen Gottschalk und George (Wetten dass, Nov. 2006); doch Mr. Literatur lehnt den Preis tatsächlich dankend ab und stößt damit hoffentlich eine neue alte Diskussion an, die sich mit der wachsenden Niveau-Wüste auf den Bildschirmen befasst. Insofern muss man auch Gottschalk danken, der spontan eine Talkrunde vorgeschlagen hat, die sich mit eben jener Kritik auseinandersetzen soll. Dennoch, Reich-Ranicki bleibt “skeptisch [...], ob wir beide was erreichen werden” – er hat allen Grund dazu.

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Reich und sexy durchs Bloggen – Für nur 19,99

Heute habe ich folgende Anzeige im Gießener Express Online gefunden:

Wie Sie als Student Ihren eigenenes Onlinetagebuch oder Blog kostenlos erstellen! Und mit Ihrem Blog Geld verdienen können! Hilfreiche tips vom Profi! Im wert von 19, 99 Euro. Die ersten 25 e-mails die bei uns eingehen bekommen Bloggen mit erfolg geschenkt! Jetzt gratis anfordern! Bitte in der e-mail “blog 25″ angeben! Jetzt bewerben!

Bravo, das scheint mir ein todsicheres Geschäftsmodell zu sein. Studenten gegen Bezahlung zeigen, wie sie ein eigenes, natürlich kommerzielles, Blog erstellen. Welche umsatzfördernden “tips” man für die 19,99 wohl abstauben kann? Ich erahne Ratschläge wie “Tittencontent” und “Google-Ads”. Bestimmt kann man das in “Bloggen mit erfolg” nachlesen. Scheinbar steht da aber leider nicht drin, dass man mit geraden Sätzen, die weniger als drei Fehlern beinhalten, noch mehr Kohle verdienen kann. Aber gut, auch ein “Profi” fällt nicht als Meister vom Himmel…

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“The Website is down”

[via]

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Ein Volk sp(e/a)ckt ab

Die Deutschen sind ein Volk aus Speckwürsten. Sie wollen nicht dichten und denken sondern fressen und faulenzen. Das weiß auch die Bundesregierung und klagt, dass rund zwei Drittel der Männer und etwa die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren übergewichtig sind. Man isst falsch und viel und außerdem reimt sich bei den meisten Sport immer noch auf Mord.

Stopp!, hallt es aus den Katakomben des Bundeskabinetts. Eilig werden 30 Millionen für die Initiative “Deutschland in Form” locker gemacht, um dem Pöbel einzutrichtern wie er abzuspecken hat. Schließlich – so Seehofer – gehen jedes Jahr 70 Milliarden Euro aus dem Gesundheitssystem für die Behandlung der Dicken und Faulen drauf. Tja, liebe Fettmöpse, das habt ihr ja toll hinbekommen… Aber jetzt wird sich einiges ändern:

“In Deutschland soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung in allen Lebensbereichen fest verankert sind”, heißt es im neuen Aktionsplan.

Neben Aufklärungsarbeit wird dabei auch zu konkreteren Mitteln gegriffen. In der nächsten Woche soll ein landesweit obligatorisches Morgensportprogramm im Grundgesetz verankert werden: 10 Minuten lustig abzappeln und dabei noch was schönes singen. Auf dem letzten SPD-Parteitag hat man sich schon mal warm getanzt:

[Danke flo]

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Tornado-Foto

Gute Nerven scheint sie zu haben, die Frau Lori Mehmen, die vor einer Woche in Orchard, mitten in Iowa, aus ihrer Haustür heraus dieses phänomenale Bild geknipst hat. Glücklicherweise ist ihre Bude stehen geblieben, denn “the twister came near the ground just briefly and then went back up in the clouds”.

tornado.jpg

[via]

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Superheldenanzug

So ähnlich haben die Power Rangers wohl auch mal angefangen: Exoskeleton Turns Humans Into Terminators

[via]

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